Hinter den Spiegeln: Sein oder Design?

Sendung vom 18. Dezember 2006
 

Inhaltsübersicht

 

Jingle »Alltag und Geschichte«

Hinter den Spiegeln. Eine Sendung im Offenen Haus der Redaktion Alltag und Geschichte bei Radio Darmstadt von Katharina Mann.

Ein Versuchsaufbau: Ein Gedanke, zwischen zwei parallel ausgerichtete Spiegel gestellt, scheint sich ins Unendliche zu vervielfachen. – Aber was ist hinter den Spiegeln?

Zwischen die Spiegel stelle ich ganz unterschiedliche Gedanken:
Gedanken über dies und das, über Kunst und Literatur oder über das alltägliche Leben … Und Sie hören, was ich sehe, wenn der Gedanke sich unendlich vervielfacht zwischen den Spiegeln zeigt.

Zwischen meinen Spiegeln heute: »Sein – oder Di-sein«

Sein oder Di-sein – das ist hier die Frage …
Das ist die Frage. Meine Frage. Ist es auch HIER die Frage? Wo ist »hier«? Wer ist hier?

»Können Sie auf alles verzichten – außer auf Ihren Lebensstil?«, fragt ein hipper Design-Laden in seinem Prospekt. – Ja bestimmt. Wenn ich so reich bin, dass ich mir DIESEN Lebensstil leisten kann. Was brauch ich dann noch?
Oder doch nicht? Was soll das denn sein: Lebensstil? Woran macht sich das fest, was brauche ich dafür? Und was bedeutet das dann. – Sein oder Di-sein? Vielleicht doch lieber Sein.

»Irgendwie haben die alle keine Schreibtische«, stellt eine Freundin fest. Braucht eine auch nicht, wenn sie auf alles verzichtet außer auf ihren Lebensstil. Die Frau in dem Katalog sitzt einfach mit übereinander geschlagenen Beinen auf einem schicken Design-Stuhl. Für die Photo-Session ist das sicherlich ganz nett. Aber die ganze Zeit so da sitzen?
Bestimmt gibt es irgendwo einen Fernseher. Mit Kinoleinwand über die ganze Wand. Wahrscheinlich im Schlafzimmer – habe ich zumindest irgendwo so gesehen. Irgendwas muss eine ja den Tag über tun, wenn die Wohnung keinen Schreibtisch hat.

Ach so. Der Schreibtisch steht im Büro? Ist aber irgendwie auch keine befriedigende Lösung. Ich möchte doch auch MEINEN Schreibtisch haben. Wo sich die Papiere stapeln können. Und keine Chefin oder Kollegin drin rumwühlt.

Dann gibt es noch die Prospekte der nicht ganz so teuren Möbelhäuser. Fast jede Woche liegt so ein Prospekt der Zeitung bei. »Design« wäre hier ein bisschen viel behauptet. Die Möbel sehen schnieke aus. Und bieder. Zumindest solange sie neu sind. Einige Jahre später können wir sie im Sperrmüllhaufen am Straßenrand betrachten. Sind sie erst mal einigermaßen abgewohnt, gibt es außer Entsorgen keinen sinnvollen Verwendungszweck mehr. Aufmöbeln – Restaurieren, Reparieren – ist nicht drin. Das Ergebnis wäre nicht befriedigend. Und außerdem ist ein neues Teil billiger als die Reparatur des alten.

Ansonsten tut sich nicht viel. Seit wie vielen Jahren gehört eine Schrank- oder Regalwand eigentlich zum Standard F? Und die unvermeidlichen Couchgarnituren. Ich bin immer wieder fasziniert, wieviel Wohnzimmer so eine Couchgarnitur zustellen kann. Schade um den schönen Raum.

Viel auffälliger aber sind die Menschen, die in diesen Prospekten abgebildet sind. Jung sind sie meistens – so zwanzig, fünfundzwanzig oder dreißig Jahre. Aber bestimmt nicht viel älter. Und sie treten paarweise auf. Immer schön ein Männlein und ein Weiblein. Das Auffälligste ist aber, wie sie angestrengt aneinander vorbei gucken. Oder der eine von beiden – meistens ist es der Mann – kehrt Frau im Bild und Betrachter oder Betrachterin des Prospekts einfach den Rücken zu und schaut aus dem Fenster. Angestrengt gedankenverloren.

Was vermittelt das eigentlich für eine Botschaft?
Leute, wenn ihr euch mit diesem Müll eingerichtet habt, dann ist eure Beziehung am Ende. Oder: Leute, wenn eure Beziehung am Ende ist, macht nix, geht einfach ins Möbelhaus XYZ und richtet euch neu ein.

Beides ist gleichermaßen frustrierend.
Kinder gibt es in diesen Prospekten meistens nicht. Das wären ja auch Konkurrenzprodukte, hergestellt, um die Beziehung zu retten …

Die Kinder finden sich in einem anderen Prospekt. »Wohnst du noch oder lebst du schon?« Das hat was. Ist aber durchaus auch zwiespältig. – Sind die Kinder erst mal da, so die geheime Botschaft, kannst du dir den Traum vom Wohnen auch abschminken. Da bleibt nur noch das nackte Leben. Oder Überleben.

Fraglich ist, ob die beworbenden Einrichtungsgegenstände wirklich kinder-resistent sind. Ich hab da meine Zweifel.
Jedenfalls gibt es hier Schreibtische. Und andere Arten von Arbeitstischen. Und jede Menge Ordnungssysteme: Drahtkörbe als Schubladen, Stoffeinsätze, Kisten und Kasten. Das ist irgendwie realitätsnah, denn fast immer hat mensch zu wenig Stauraum. Deswegen wird das Zeug wahrscheinlich auch gekauft wie verrückt.

Ich frage mich nur, ob es auch funktioniert? Es ist ja sicherlich ganz nett, jeden Winkel mit einem Spezial-Über-Eck-Einsatz auch noch auszunutzen. Aber wenn’s zu umständlich wird, die Spezial-Über-Eck-Schublade herauszuziehen und hinterher wieder ordnungsgemäß zu verriegeln, dann bleibt irgendwann das Fach eben offen stehen. Oder geschlossen. Und die Dinge, die rein gehören, müssen dann leider draußen bleiben.

Übrig bleibt der alte Schreibtisch, der hässlich ist, aber praktisch. Und der Koffer und die Bananenkartons auf dem Schrank. Das sieht zwar nicht besonders ästhetisch aus, aber man guckt ja nicht die ganze Zeit nach oben. Und dann stolpert man wenigstens nicht dauernd drüber.

Sein oder Di-sein.

Ausschnitt aus dem Titelbild

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Hinter den Spiegeln

 

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Hazy Osterwald – Der Fahrstuhl nach oben

Nippes, Staubfänger, Ziermüll – Kitsch … Es gibt viele mehr oder weniger liebevolle Bezeichnungen für das, was sich im Lauf von meistens schon wenigen Jahren, manchmal sind es auch nur Wochen oder Monate, im Leben und in der Wohnung so ansammelt. Zum Wegwerfen ist es zu schade. Manchmal verbietet das auch die Pietät, weil das ach-so-schöne Stück zwar gar nicht so schön ist, genaugenommen sogar ziemlich hässlich – aber nun mal eben ein ganz persönliches und gutgemeintes Geschenk von der Schwiegermutter ist. Was will man da machen – außer es eben gelegentlich abzustauben?
Nicht immer ist der Fall so eindeutig wie beim hässlichen Selbstgebastelten von der Schwiegermutter. Vieles von dem, was da so rumsteht und Staub fängt, gefällt uns ja. Wenigstens ein bisschen. Klar, es ist kitschig. Mit Kunst oder Design hat das nicht so viel zu tun. Aber Kitsch ist eben auch schön.
Manche verteidigen trotzig ihren schlechten Geschmack und sagen, dass sie Kitsch mögen. Es ist ja auch eine harte Übung, ohne diesen ganzen Ziermüll auskommen zu sollen. So asketisch sind wohl die wenigsten.
Was ist eigentlich Kitsch? Wenn wir uns in dieses Spannungsfeld begeben zwischen »Kitsch« als Bezeichnung für süßliches Design, das den Massengeschmack bedient – der Begriff wird dann eher zum Schimpfwort – und der Verteidigung des Kitsches als »schön«, dann merken wir, dass die Abgrenzung gar nicht so einfach ist. Kitsch hat mit Gefühlen zu tun. Und Kitsch hat zu tun mit der Erinnerung an die Kindheit.

Irgendwie fahren Kinder ganz besonders auf Kitsch ab. Womit das zu tun hat? Ich weiß es nicht. Vielleicht ist der Geschmack noch nicht so »entwickelt«, »erwachsen« … – was auch immer das sein mag. Vielleicht hat es etwas mit Differenzierungsvermögen zu tun. Kinder lernen erst einmal, die gegensätzlichen Pole zu unterscheiden: ja oder nein, schwarz oder weiß, gut oder böse, hässlich oder schön. Erst später kommt das feinere Unterscheiden. Und Kitsch arbeitet auch viel mit psychologischen Mustern wie dem »Kindchenschema«: Runder Kopf, große Augen, Nase und Mund klein und dabei Augen, Nase und Mund dicht beieinander. Das spricht alle an. Nur Kinder können sich noch nicht so gut gegen diesen psychologischen Angriff wehren wie Erwachsene.

Kitsch gehört zu den Dingen, die beim ersten Ansehen schön sind. Später nicht mehr so unbedingt … Kitsch gefällt vielen Menschen. Und wenigen nicht. Anerkannte Kunstwerke der Großen Meister bekommen eine Tendenz zum Kitsch, wenn sie massenhaft reproduziert werden, als Kunstdrucke in Zahnarztwartezimmern oder im Wohnzimmer über der Couchgarnitur hängen, oder – schlimmer noch – Geschenkpapier, Kladden und Schachteln zieren oder sogar in der Werbung eingesetzt werden.

Das Phänomen des Kitsches ist relativ jung. Erst mit der Entwicklung von billiger Massenproduktion wurden Gegenstände für viele erschwinglich, die mehr der Zierde als nur einem banalen Zweck dienten. Massenproduktion gab es natürlich auch schon vor der industriellen Fertigung: In vielen ländlichen Gegenden Europas wurden im Winter, wenn in der Landwirtschaft nicht so viel zu tun war, in Heimarbeit entsprechende Gegenstände hergestellt, die dann von Verlegern vertrieben wurden: Uhren im Schwarzwald oder Räuchermännchen und Weihnachtsengel im Erzgebirge. Wenn wir uns auf den Basaren und Weihnachtsmärkten dieser Tage umsehen, könnte man glatt auf die Idee kommen, dass wir es mit einer Renaissance dieser Produktionsbedingungen zu tun haben. Es stellt sich nur die Frage, aus welchem Mangel die Produktionen der Heimarbeit heute und bei uns in Mitteleuropa zustande kommen? In einer Überflussgesellschaft ist es vielleicht nur noch ein bisschen der Mangel an Geld – dafür umso mehr ein Mangel an Sinn.

Adriano Celentano – Movimento Di Rock

In der Weimarer Republik standen Kunst und Kultur im Zeichen einer künstlerischen Aussage, die sich von den Traditionen des Kaiserreichs abwendete. Kubismus, Expressionismus und Dadaismus sind nur einige Strömungen dieser Zeit.
In der Architektur war das Bauhaus prägend für eine Epoche der wirtschaftlichen Unruhe aber auch für eine Zeit des Entstehens neuer demokratischer Strukturen.
Die rechten Strömungen in der Weimarer Republik sahen im Bauhaus eher einen Hort der Entdeutschung und antivölkischen Baukunst in der Gesellschaft.

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 trat auch sehr schnell ein neues nationalsozialistisches Kulturverständnis in allen gesellschaftlichen Bereichen in Kraft. Zum Beispiel die städtische Architektur – und da vor allem Staats- und Parteibauten – waren gekennzeichnet durch einen Neoklassizismus von spezifischer Härte. Dieser Stil unterschied sich radikal von den avantgardistischen Positionen der Zwanziger Jahre. Also ein radikaler Wechsel der Formensprache von expressionistischem Ausdruck und neuer Sachlichkeit hin zu Symbolen der Ewigkeit und Machtgröße des »Dritten Reichs«. Sehr schnell und früh vollzog sich dieser Wandel. Das »Haus der deutschen Kunst« gehörte zusammen mit dem Führerbau, dem Verwaltungsgebäude der NSDAP und den Ehrentempeln am Königsplatz in München zu den frühesten Architekturprojekten der Nationalsozialisten. Schon im Herbst 1933 hatte Hitler den Grundstein für das »Haus der deutschen« Kunst gelegt. Diese Gemeinschaftsbauten sollten mitten im Alltagsleben des Volkes stehen und dort ihre Wirkung entfalten von der Größe und der Macht des dritten Reichs.

Design als Beeinflussung des gesellschaftlichen Seins: noch bei der Olympiade 1936 hatte das seine Wirkung in der Weltöffentlichkeit, man schätzte den nationalsozialistischen Staat als verhandlungswürdig ein. Eine totale Fehleinschätzung der Staatengemeinschaft der Welt. 1939 begann durch Hitlers Überfall auf Polen der 2. Weltkrieg.

Nach dem Sieg über die Deutschen 1945 war der Bau der Autobahnen durch den Hitlerstaat immer noch in den Köpfen der Nachkriegsbevölkerung. So stark war der Eindruck gewesen, den diese monumentalen Bauwerke und die Stilisierung, das heroische der Bautätigkeit, bei der Bevölkerung hinterließen. Und genau das wurde von Hitler und seiner Administration auch so bezweckt.

Denn viel stärker noch als die große technische Leistung wurde die Autobahn von der nationalsozialistischen Propaganda als ein dem ganzen deutschen Volk zugute kommender kultureller Wert vorgestellt.

Im Augustheft »Die Straße« von 1934 schreibt Dr. F. Todt: »Die Erfüllung des reinen Verkehrszwecks ist nicht der letzte Sinn des deutschen Straßenbaus. Die deutsche Straße muss Ausdruck ihrer Landschaft und Ausdruck des deutschen Wesens sein.« Wie nachhaltig dieser ästhetische Anspruch noch nach dem Krieg weiterwirkte, erfahren wir durch die Generation, die die Nazizeit bewusst miterlebt hat:

»Aber Hitler hat die Autobahn gebaut.«

Wie viel Terror, Leid und Tote das gekostet hat, wird in dieser Aussage: »Aber Hitler hat doch die Autobahn gebaut«, nicht mit reflektiert.

Dieter Süverkrüp / Walter Andreas Schwarz – Das braune Haus (Text Erich Mühsam)

Dann gibt es die Sammler. Manche sammeln Sammeltassen. Das gehört sicherlich in die Kategorie »Kitsch«. Andere sammeln Briefmarken, Bierdeckel, Streichholzschachteln, Porzellan, Möbel oder alte Autos. Hier geht es oft darum, die Sammlung als eine Zusammenstellung zu arrangieren, in der sich bestimmte Modelle finden, die man als Sammler »einfach haben muss«.

Es gibt aber auch Leute, die sammeln einfach alles. Was ihnen gefällt. Oder was man vielleicht noch einmal brauchen könnte. Oft braucht man die Sachen nicht mehr. Weil man gar nicht die Zeit findet, die Dinge wieder in die Reihe zu bringen und dem allgemeinen Gebrauch zuzuführen, auch wenn oft nur eine kleinwinzige Kleinigkeit dran zu machen wäre. Die Gewohnheiten im Lauf der Jahre zeigen auch, dass man Vieles, was vielleicht schon praktisch ist, doch eigentlich nicht braucht. Bei mir finden sich zum Beispiel in einer Kiste ein Kartoffelstampfer und ein Apfelausstecher, die beide mit einem neuen Griff versehen werden wollen. Wenn ich diese Gegenstände wirklich bräuchte, dann hätte ich entweder schon längst einen Griff dran gemacht – oder sie mir für ein paar Euros, vielleicht sogar nur ein paar Cent, neu gekauft.
Andererseits, wenn man erst mal die Zeit findet, die angesammelten halb-kaputten Gegenstände mit dem zu ergänzen, was man auch nicht weggeworfen hat, weil man es vielleicht noch einmal brauchen kann … ergibt sich eine Beschäftigung, die wahrscheinlich befriedigender ist als die Herstellung von staubfangendem Ziermüll und außerdem auch noch das Portemonnaie schont. Mal ganz abgesehen davon, dass das Wellholz mit dem nachgebauten Griff viel besser in der Hand liegt und eine bei jeder Benutzung mit Stolz und Freude erfüllt über den selbstgeschaffenen Wert.

Interessant ist, was passiert, wenn man sich entscheidet, ein Stück, das man jahrelang aufbewahrt hat, weil man es ja vielleicht noch einmal brauchen kann: Ein besonders kräftiges Stück Karton, ein merkwürdig geformtes Stück Metall, eine Holzkugel oder ein Stück Wäscheleine … wenn man sich schließlich entscheidet, dieses Stück wegzuwerfen, weil man es ja schließlich jahrelang, vielleicht sogar jahrzehntelang, nicht gebraucht hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit wirklich sehr groß, dass man genau dieses Stück am nächsten oder übernächsten Tag braucht, spätestens aber in der nächsten Woche.
Ein Holzhändler hat mir einmal erklärt, warum das so ist. Er war selber grade erst auf diesen Zusammenhang gekommen und mächtig stolz auf seine Erkenntnis. Ich glaube, er hat das ganz richtig eingeordnet: Er sagte mir, das ist ganz einfach. Wenn ich mich entscheide, irgendein Teil endlich wegzuwerfen, dann nehme ich das vorher nochmal in die Hand, schau es mir genau an und überlege, was man damit machen könnte, warum ich es eigentlich so lange aufbewahrt habe – da muss ich doch einen Grund dafür gehabt haben! – Vielleicht fällt mir dann nicht sofort etwas ein und ich entscheide mich, das Teil wegzuwerfen. Aber jetzt ist es mir wieder im Sinn, mein Kopf arbeitet weiter – nach kurzer Zeit wird sich der passende Verwendungszweck schon finden, spätestens beim nächsten oder übernächsten Problem, das gelöst werden will.

In diesem Zusammenhang möchte ich einen Besuch empfehlen in der Außenstelle des Württembergischen Landesmuseums im Waldenbucher Schloss. Hier sind Einrichtungen und Werkzeuge des alltäglichen Gebrauchs zusammengetragen. Im Untergeschoss gibt es ein Gruschd-Eck: Ein Schrank – und drumrum! – der vollgestopft ist mit all den Sachen, die aufbewahrt werden, weil man sie vielleicht noch einmal brauchen kann. Und am Schrank lehnen Leisten und Stäbe in allen möglichen und unmöglichen Materialien. Ein Stückchen Drahtgitter findet sich hier, ordentlich aufgerollt – irgendwann einmal werden damit die Türchen zu den Hasenställen geflickt. Oder vielleicht braucht man ja nicht gleich ein neues Erdsieb, sondern kann es nochmal flicken? Vielleicht eine alte Pumpe. Wo war die nur nochmal her? Oder sonst ein Teil von einer Maschine. Die alten Maschinen haben oft sehr gute und leistungsfähige Motoren.

In den letzten Jahren sind neue Krankheitsbilder von sogenannten »psychischen Störungen« aufgetreten. Zuerst der Kaufrausch. Schnäppchenjäger. Leute, die zwanghaft einkaufen, alles was im Angebot ist, egal ob sie es brauchen – brauchen können – oder nicht. Es war doch soo billig!
Kauflust als Ersatz für andere, nicht befriedigte Bedürfnisse. Spaß macht es manchmal schon, Befriedigung bringt das Kaufen nur selten. Aus Kauflust wird Kaufsucht.

Und dann, seit einigen Jahren: Die Messies. Leute, die manchmal gezielt, manchmal wahllos einfach alles sammeln, was andere wegwerfen würden – oder tatsächlich wegwerfen – ich glaube, nicht wenige Messies sind auch Sperrmüllerinnen und Sperrmüller – immer die Dinge, die man vielleicht ja noch einmal brauchen kann.
Zum Problem wird das ganze dann, wenn der ganze angesammelte Kram so überhand nimmt, dass in der Wohnung kein Platz mehr ist für die Dinge, die man nicht nur vielleicht einmal brauchen könnte, sondern die man tatsächlich braucht, häufig, manchmal täglich.
Hier zeigt sich die ganze Ungerechtigkeit: Der Nebenerwerbslandwirt aus dem Odenwald hat viel mehr Platz in einer Scheune, bis der angesammelte Kram, den man vielleicht noch einmal brauchen kann, anfängt zu stören. Auch der bayrische Holzhändler findet in seinem Lager irgendwo auch noch Platz für Nicht-Hölzernes. Messies als krankhafte Sammler sind Stadtbewohner und -innen. Nicht das Sammeln ist das Problem, sondern der zu beengte Wohnraum. Und ein krankmachender Lebensstil, der uns dazu verdonnert, immer wegzuwerfen und neu zu kaufen. Dazu ein Umfeld, wo sich auf den Sperrmüllhaufen der Umgebung wirklich alle schönen Dinge dieser Welt finden …

Sein oder Di-sein? Vielleicht doch lieber Messie.

Whistler – Rare American Shoes

Ich sammle alte Stühle. Nicht im Sinne des Zusammentragens einer schönen Sammlung – obwohl sich das so ganz nebenbei auch ergibt. Ich kann nicht sagen, dieser Stuhl kommt aus dieser oder jener Zeit, auf dem Antiquitätenmarkt könnte ich diesen oder jenen Preis dafür erzielen. Ich sammle Stühle auch nicht als etwas, das man vielleicht noch einmal gebrauchen kann. Stühle kann man gebrauchen! Oder haben Sie einmal versucht, zwölf Leute zum Kaffee oder Abendbrot zu bewirten? – Auch wenn es zugegebenermaßen nicht ganz den Sicherheitsbestimmungen entspricht, wenn über den noch nicht reparierten Sitz nur einfach ein Brett gelegt wird …

Ich sammle Stühle im Sinne von: ich sammle Stühle ein.
Sie stehen am Straßenrand und zittern, weil sie sich fürchten vor der Presse, die in den Müllautos eingebaut ist.

Nein, sage ich, dort sollst du nicht enden. Ich nehme dich mit zu mir nach Hause. Dort leime ich dich wieder zusammen, ersetze die schadhaften Teile, vielleicht brauchst du einen neuen Sitz – wenn du früher einen aus Rohrgeflecht hattest, dann flecht ich dir einen neuen. Vielleicht brauchst du einen neuen Anstrich. Oder den alten Lack etwas saubergemacht und aufgefrischt mit neuer Politur.
Und dann gebe ich den Stühlen Namen: Hinz und Kunz, Kermit, Johann und Jakob, Felix – das ist ein Badezimmerhocker aus massiver Buche –, Dieter, Paul oder Karl-Gustav. Manche halten mich für verrückt. Aber jeder findet seinen Stuhl, auf dem er oder sie sitzen mag und der zu ihm – oder ihr – passt.

Irgendwann muss ich der Sache noch einmal genauer nachgehen. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts gab es hier in der Gegend sehr viel Möbelproduktion. Insbesondere Stühle. Von heute aus gesehen, sind diese damals halb industriell gefertigten Schlicht-Möbel solide Schreinerarbeit: Massivholz und die Verbindungen ordentlich gezapft. Schon damals wurde das Holz so knapp wie möglich zugeschnitten, manchmal findet sich statt einer Kante nur ein Stückchen Borke … und die Stühle sind ausgesprochen zierlich. Mir gefällt das. Pompöse Polsterstühle sind gar nicht so meins – mal abgesehen von dem Lehnsessel, den ich von meiner Großmutter geerbt habe und der sich bei den Gästen des Hauses großer Beliebtheit erfreut.

Dafür, dass diese Stühle so massenhaft gefertigt wurden, finden sich erstaunlich wenige auf den Sperrmüllhaufen. Für mich ist das ja vielleicht ein Glück. Sonst hätte ich wirklich ein Messie-Problem. Ein Freund hat bereits jetzt schon vorgeschlagen, dass ich die Stühle doch an die Decke hängen sollte. – Aber ich frage mich eben, wie es kommt. Auch auf Flohmärkten finden sich mehr Tische und Schränke als Stühle. Vielleicht lohnen sich die Stühle für Flohmarkthändler nicht. Zuviel Arbeit, sie herzurichten. Das muss ja auch im Preis dann wieder reinkommen. Und da sind wahrscheinlich die wenigsten Flohmarktbesucher bereit, für so ein alltägliches Objekt wie einen Stuhl so viel Geld auszugeben. Und wenn sie erst noch viel Arbeit reinstecken sollen, bevor sie es wirklich im Wortsinn be-sitzen können, dann sind sie wahrscheinlich noch viel weniger bereit, dafür Geld auszugeben …

Vielleicht finden sich nicht so viele Stühle auf den Sperrmüllhaufen, weil sie schon weggeworfen wurden, bevor ich angefangen habe, sie zu retten. Es gibt ja auch nicht mehr so viele Küchenbuffets oder wirklich alte Schränke. – Wobei die von den vorigen Besitzerinnen und Besitzern vielleicht auch wirklich zu Geld gemacht werden.
Und vielleicht, so habe ich mir überlegt, sind nach dem Krieg nicht wenige von diesen schlichten Holzstühlen auch einfach verheizt worden. Da ist die Hemmschwelle nicht so groß wie gleich einen ganzen Schrank zu zerlegen. Und das Küchenbuffet hat in vielen Fällen noch einmal Asyl bekommen in Garage oder Werkstatt. Während der Stuhl aus der Küche in die Waschküche, von dort in den Garten – und schließlich eben in den Ofen gefunden hat.

Sein oder Di-sein? Ich schlage ein Drittes vor: Sitzen.

Sein oder Di-sein? Ich kann mir nicht helfen, mir fallen bei dieser Frage die Unsinnsgedichte ein von Christian Morgenstern. Das ästhetische Wiesel, das auf einem Kiesel sitzt, inmitten Bachgeriesel. Das Mondkalb verrät schließlich den Grund: Nicht, weil’s so lauschig ist, sondern nur wegen des Reims.
Oder der Ästhet, der unterscheidet zwischen Sitz-Fleisch und Sitz-Geist – »Wenn ich sitze, will ich nicht / sitzen, wie mein Sitz-Fleisch möchte, / sondern wie mein Sitz-Geist sich, / säße er, den Stuhl sich flöchte. // Der jedoch bedarf nicht viel, / schätzt am Stuhl allein den Stil, / überlässt den Zweck des Möbels / ohne Grimm der Gier des Pöbels.«

… Aber auch der eitle blonde Korken, der sich in einem Lacktablett bespiegelt, Frau Süßkind – Adele –, die einen Violinspieler sucht, einen vorzüglichen Violinspieler, zum Vorspielen für ihre Eidechse, der Zwischenraum vom Lattenzaun, der eigentlich zum Durchschauen dient, dann aber von einem Architekten genutzt wird, um ein großes Haus draus zu bauen – sowas nennt mensch wohl Stadtkernverdichtung …

kinderzimmer productions – rrhh, rrhh

Sehr reizvoll fand ich auch ein Gedicht, ich weiß nicht mehr wann und von wem, das einen Straßenkehrer einer – wahrscheinlich jungen – Frau gegenüber stellt, die irgendwie ohne Richtung und Ziel durch ihr Leben irrt: Der Straßenkehrer erinnert sofort an Beppo, den Straßenkehrer aus »Momo«, ruhig, Besenstrich für Besenstrich kehrt er die lange, lange Straße, auch wenn der Wind den Haufen Herbstlaub immer wieder auseinander treibt. Im Gegensatz dazu die Frau, die jeden Tag ihr Zimmer oder ihre Wohnung umräumt, die dann ihr Haus verlässt »um irgendwo – nur nicht dort – zu schlafen«.

Äußere Veränderung als Zeichen für innere Veränderung. Und wenn du kein Geld hast, dir eine neue Schrankwand zuzulegen, versuchs doch mal mit Tapetenwechsel oder ein bisschen frischer Farbe an den Wänden. – Warum jemand allerdings sich die Mühe machen muss, die Wände mit leuchtend roter Farbe zu verschönern, um das ganze dann mit hässlichen braunen Büroregalen zu kontrastieren, das lässt sich auch mit der Frage nach Sein oder Di-sein nicht beantworten. Da ist selbst Design als Ersatz für nicht gelebtes Sein – knapp verfehlt.

Sei dein eigener Designer. Style dich und dein Leben wie deine Umwelt dich wahrnehmen soll. Nachdem die Mode, egal ob Bekleidungsmode, Einrichtung oder was es sonst im Leben noch zu gestalten gibt, nach der allgemeinen Zerstörung des Zweiten Weltkriegs jede Möglichkeit ein oder zwei Mal durchgegangen ist, ist jetzt »retro« angesagt. Vorbild dafür war interessanterweise die Anti-Mode der Ökos, Punx, Sperrmüller, Wagenburgleute … Jetzt betätigen sich langweilige und gelangweilte Banker, Softwareprogrammiererinnen, Eventmanager und Architektinnen in dieser Art »kreativ«, Trash-Design, weil das eigentliche Design so glatt ist wie das eigene, ereignisarme Leben – und damit langweilig.

Können muss man dafür nichts mehr. Kunstsinnigkeit und das Gespür für Farben, Formen, Proportionen: braucht man nicht. Längst gibt’s die Trash-Mode in hippen Läden, halten Entrümpelungsfirmen Einkaufsparadiese für Lifestyle-Hippies bereit, drucken Internetdruckereien alles aus – selbst aufs Spiegelei …

Da, wo’s passen und funktionieren soll, in Küche und Bad, kommen dann doch wieder Plastik und Silikonmasse zum Einsatz. Plastikbecken, eingepasst in alte – oder vorgeblich alte – Waschtische, Holzdielen als Bodenbelag auch im Badezimmer, mit Kunstharz versiegelt …

Sein oder Schein?

Interessant ist auch der Versandhandel, der für den gehobenen Geldbeutel auf die praktischen und schlichten Dinge zurückgreift, die es früher einmal gab; jetzt vielleicht schon nicht mehr gibt; oder eben doch noch: Mechanische Brotschneidmaschinen aus Metall werden in Osteuropa noch gefertigt, gar nicht mal so teuer. Im einschlägigen Versandhandel kosten sie ein Heiden-Geld. Ist ja auch was Edles, die Brotschneidmaschine in schlichtem Design – und bis auf den Griff an der Kurbel ganz in Metall … Oder Leuchten. Füllfederhaltertinte, französische Klappmesser, die guten japanischen Sägen, die auf Zug arbeiten (und die es inzwischen auch im Baumarkt gibt) – oder Soda als chemisch schlicht funktionierendes, vergleichsweise umweltfreundliches Fettlösemittel – das Fett wird durch alkalische Sodalauge einfach verseift und lässt sich dann mit Wasser abspülen –, das für wenige Cent auch im Drogeriemarkt erhältlich ist.
Aber das Waffeleisen, das hat doch ein Innenleben aus teflonbeschichtetem Alu. Meines, im gleichen Design wie dieses sündhaft teure Teil, das ich von meinen Großeltern »geerbt« habe – das heißt, meine Großmutter hat es mir einmal noch zu Lebzeiten vermacht – das ist noch aus Stahlguss. – Hab ich sie doch erwischt – von wegen »die wirklich guten Dinge«!

Nur, was wollen eigentlich die Nonkonformistinnen und Nonkonformisten machen? Die, die sich um »Mode« einen feuchten Kehrricht gekümmert haben, die sich mit den alten Möbeln der ebenso alten Tante, die gerade gestorben war, eingerichtet haben, für die Sperrmüllhaufen immer noch Fundgruben sind? Jetzt haben’s doch irgendwie alle.

Und stell dir nur mal vor: Die Freundin kommentiert den Milchtopf der Großmutter mit »Ach wie schön – gibt’s bei Tschibo!«

Vielleicht muss man jetzt wirklich vom Bunten Hund zur biederen grauen Maus werden. Denn für richtig gutes, edles Design ist der Geldbeutel leider immer noch zu klein.

Mnozil Brass – Jubiläumsgongschlag

Sein oder Di-sein? Soundsooft spitzt sich diese Frage zu auf die Entscheidung, wer in meinem Leben und meiner Wohnung eigentlich Platz nehmen darf. Die mehr oder weniger schönen Gegenstände, von denen ich mich nicht trennen kann? Die ich aber auch nicht alle zusammen »ausstellen« kann oder will, weil sie doch eigentlich unbesetzten freien Platz um sich herum brauchen, um richtig wirken zu können. Oder ich mit meinem Lebensstil? – Der oft weniger »Stil« ist als »Leben«, wo bedrucktes oder beschriebenes Papier ganz ungemein zu Stapelbildung neigt – Stapel, die sich irgendwann neigen, ins Rutschen kommen, vielleicht bald den ganzen Tisch oder Fußboden bedecken, und die zusammen mit ganz banalem Staub und Dreck eine wirklich reizende Mischung ergeben; vielleicht auch aufreizend. Wo angefangene Arbeiten irgendwo einen Platz brauchen, wo sie in Ruhe liegen und sich ausruhen können, bis ich ihnen vielleicht einmal wieder ein wenig Zuwendung schenke? Wo die frisch gewaschene Wäsche erst mal noch einen, zwei oder drei Tage offen da liegt, bis ich sie einräume in Schränke und Schubladen und Kisten und Kasten? Schließlich hat eine auch noch ein klein bisschen was anderes zu tun, als nur den ganzen Tag aufzuräumen und Ordnung zu schaffen.

Unordnung wirkt nur in den seltensten Fällen malerisch. Und meistens nur für Außenstehende. Design braucht Platz und Ordnung. Daran hapert es meistens.
Vielleicht fängt deswegen Design tatsächlich mit den richtigen Ordnungsmitteln und -methoden an.

Ordnung, damit sie funktioniert, muss zugänglich sein und Spaß machen. Die besten Ordnungssysteme bringen nichts, wenn sie sich im Keller oder auf dem Dachboden befinden, wo ich erst einmal drei Stiegen gehen muss, bis ich überhaupt dort bin. Die Dinge des alltäglichen Gebrauchs müssen dort ihren Platz finden, wo sie auch gebraucht werden. Und es muss eben Spaß machen, die Ordnungsmittel zu benutzen. Und zwar muss es beinahe noch mehr Spaß machen, die Dinge wieder einzuräumen als sie herauszuholen. Schubladen müssen leicht gehen und übersichtlich eingeräumt sein. Schrankfächer müssen so belegt sein, dass man nicht immer alles ausräumen muss, um an die benötigten Dinge dran zu kommen oder sie wieder einzuräumen. Daraus folgt, dass Regale oder Schränke mit einer großen Tiefe eigentlich nur praktisch sind für große Gegenstände. Kleine Teile brauchen auch kleinteilige Ordnungsmittel. Die mir aber auch nichts helfen, wenn es lauter Mini-Schränkchen in Puppenstubengröße sind, die bunt zusammengewürfelt neben- und übereinander stehen, sich an den Wänden aufreihen …

Und natürlich gilt für diese ganzen Ordnungsfragen: Früh krümmt sich …

Seit einigen Jahren ist es in Mode gekommen, in Kinderzimmern nur noch große Kisten zu haben, in die die Bauklötze einfach eingeworfen werden. Neuerdings auch Stoffbeutel mit Öffnungen, die an Wand oder Decke gehängt werden können und in denen der ganze Kuschelfriedhof seine Heimat findet.
Ich weiß nicht, ob ich damit so glücklich bin. Die besten Baukästen waren immer die, wo man nach dem Spielen noch mal geraume Zeit beschäftigt war, die Klötze nach den in Boden und Schiebedeckel eingeklebten Abbildungen einzuräumen, so dass sie genau in die Kiste hinein passten und das Ganze außerdem auch noch hübsch und symmetrisch angeordnet aussah. Der Anker-Steinbaukasten, der Münchner-Kindl-Baukasten, oder die Klötze, die genau in ein flaches Wägelchen passten.
Das ist bestimmt eine reaktionäre Ansicht: Aber ich glaube wirklich, dass Kinder von dieser Art Ordnungssystem mehr haben.

Sein oder Di-sein. Das lässt sich auch phonetisch verstehen. Di-sein. Ich assoziiere »diesseits sein«. Sein und diesseits sein im Gegensatz zum jenseits sein in allzu verkünsteltem Design.

Und sein oder die sein. Da will ich doch ganz bestimmt lieber die sein, als eine andere. Eine andere hätte ich nie sein wollen, erst recht nicht ein anderer.
Hier könnte sich eine ellenlange Aufzählung anschließen, wer ich alles lieber nicht sein wollte, und mit welchen gesellschaftstauglichen, aber eigentlich ziemlich verkrümmten und die Seele verkrümmenden Eigenschaften ich lieber nicht behaftet sein will. – Aber wer bin ich denn eigentlich, wer ist »die«? Hier schließt sich der Kreis zu Design, zur Selbstinszenierung, zum Spiel mit dem Schein und den Möglichkeiten. Schließlich möchte ich ja auch nicht jedem und jeder alles verraten, nicht alle meine süßen, kleinen Geheimnisse.
Und meine Briefmarkensammlung? Die zeige ich nur wirklich ausgesuchten Freundinnen!

Jingle »Alltag und Geschichte«

Hinter den Spiegeln, Sein oder Design. Eine Sendung im Offenen Haus der Redaktion Alltag und Geschichte von Katharina Mann.
Danke an Norbert Büchner für seinen Exkurs über die Ästhetik des Nationalsozialismus und das Design der Autobahn als Symbol für nationale Macht und Größe.

 

[ 1 ]   Gastbeitrag von Norbert Büchner.

 

Eingestellt am 9. März 2009.
 

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Ausschnitt aus dem Titelbild