»Hinter den Spiegeln – Schönheit und Körperpflege«

Sendung vom 15. Juli 2003
 

Inhaltsübersicht

 

Jingle »Alltag und Geschichte«

Siouxsie And The Banshees – Hall Of Mirrors [als Unterleger]

Ein Gedanke, zwischen zwei parallel ausgerichtete Spiegel gestellt, scheint sich ins Unendliche zu vervielfachen. – Aber was ist hinter den Spiegeln?

Hinter den Spiegeln – eine Sendung im Rahmen der Redaktion Alltag und Geschichte bei Radio Darmstadt. Empfangen können Sie uns mit Antenne auf der UKW-Frequenz 103,4 MHz, im Kabelnetz Darmstadt auf der 102,75 oder im Kabelnetz Groß Gerau / Weiterstadt auf der 97,0.
Redaktion und Moderation: Niko Martin und Katharina Mann.

»Dich kenn ich nicht – dich wasch ich nicht!« Wenn mensch gewissen Witzen Glauben schenken darf, ist das oftmals das erste, was Menschen morgens ihrem Spiegelbild ins Gesicht sagen. Nicht nur nach einer durchzechten Nacht.
Warum ist der Witz so populär?

Ist es Narziss, der sich in sein eigenes Spiegelbild verliebt oder ist es der Selbsthass von magersüchtigen Teenie-Girls?
Was ist Schönheit? Mehr Schein als Sein? Oder doch mehr Sein als Schein – mit anderen Worten: Kommt Schönheit wirklich von innen?
Was hat Schönheit mit Körperpflege zu tun – und gibt es einen Zusammenhang zwischen einerseits Schönheit und Körperpflege, andererseits: Gesundheit?

Die Wella hat am 1. Juli ihr firmeneigenes Museum wiedereröffnet. Man könnte auch sagen: neu eröffnet, denn was sich jetzt dem Publikum präsentiert, hat nicht mehr viel zu tun mit den Firmenmuseen vergangener Tage. Uns jedenfalls hat es inspiriert, heute zwischen unsere Spiegel Begriffe zu stellen wie »Schönheit« und »Körperpflege« oder »Gesundheit«.
Es interessiert uns aber auch, wie Museen entstehen. Und: Gibt es einen Unterschied zwischen der Präsentation einer Sammlung und einem Museum? Worin könnte der Unterschied bestehen?

Fragen über Fragen wieder einmal. Wir versprechen, dass wir die Fragen, die wir stellen, nicht beantworten werden. Aber vielleicht können wir ja anregen zum Nachdenken.
Und vielleicht können wir Ihnen helfen bei den Fragen, die sich dann bei Ihnen aufwerfen. Rufen Sie uns an, das heißt: den Anrufbeantworter der Redaktion Alltag und Geschichte – unter DA 87 00-129.
Oder schreiben Sie uns eine e-Mail an looking-glass@alltagundgeschichte.de

Damit ist auch die Homepage der Redaktion benannt: unter www.alltagundgeschichte.de erfahren Sie mehr über die Redaktion und unsere aktuellen Sendungen.

Collage aus Wasserhahn- und Duschgeräschen, ein Föhn und Zähneputzen;

Der Wecker klingelt. Aufstehen. Ins Bad schlurfen. Ein erster Blick in den Spiegel. Das Gesicht ist aufgequollen.
Kaltes Wasser hilft. Und ab unter die Dusche. Haare trocknen. Zähne putzen.
Körperpflege begleitet uns Tag für Tag.

Die Wella hat am 1. Juli ihr Museum wiedereröffnet. In sechs Bereiche gegliedert werden hier Gegenstände gezeigt der alltäglichen und weniger alltäglichen Körperpflege: Haut- und Körperpflege, Dekorative Kosmetik, Duft und Parfüm, Friseurhandwerk, Bart und Rasur, – und Haare.

Ein Museum über Alltagskultur soll es sein, und damit auch ein Museum über Menschen.
Wir haben das Museum zur Eröffnung besucht.

O-Ton Birgit Klesper, Wella Unternehmenskommunikation: Ich darf’s normalerweise nicht sagen, aber das sah hier, ehrlich gesagt, aus, wie ne Tiefgarage. Und wir hatten kein Tageslicht. Und Sie können keine Ausstellung in einem solchen Ambiente präsentieren. Also: die Architekturseite und die Lichtseite – für uns ganz entscheidend gewesen, an diesem Konzept, an diesem Konzept, uns für dieses Konzept zu entscheiden. Und was wir mit der Hilfe und dem Know-How der beiden Herren haben realisieren können.

Die beiden Herren, der Architekt Peter Brdenk und der Lichtkünstler Jürgen LIT Fischer, haben es geschafft, einen unbedrückten Museumsbesuch in diesem Raum mit der innenarchitektionischen Gestaltung zu ermöglichen.
Dabei mussten sie nemben dem mangelnden Tageslicht auch noch auf weitere Gegebenheiten achten:

O-Ton Birgit Klesper: Zwölf Säulen, die diesen Raum bestimmten, und die alleine schon aus statischen Gründen nicht weg zu bekommen sind, und um diese räumliche Gegebenheit herum haben wir dann diese Ausstellung konzipiert.

Die innenarchitektonische Lösung für das Problem eines Raumes ohne Tageslicht wird sichtbar, wenn man die Fotografien des Raumes auf den Kopf stellt oder einen Handstand machen würde:
Das funktioniert zwar, aber der Raum mit seiner dann dunklen Decke wirkt sehr schwer und der Boden wäre nicht fest, sondern man würde durch Wolken hindurch fallen.
Die Lösung ist wirkungsvoll: Eine milchige Lichtdecke, die an einen leicht bewökten Himmel erinnert, auf den die volle Sonne scheint; trotzdem kein grelles Licht.
Das Licht gliedert den Raum klar. Gegliedert wird der Raum auch durch ein einheitliches Modulmaß, eine einheitliche Größe der Bauteile, die an der Wand und am Boden fortgesetzt wird. Auf dem aus dunklerem, grünlichen Marmor bestehenden Boden steht man fest und sozusagen in »Erdkontakt«. Der Raum nimmt sich dezent zurück und so wird die nötige Ruhe vermittelt, um sich ungestört auf die ausgestellten Exponate konzentrieren zu können.
Der Raum wurde als Ganzes, als achthundertfünfzig Quadratmeter große Fläche gelassen und die raumbestimmenden Säulen wurden integriert:
Die Exponate sind in Vitrinen präsentiert. Diese Vitrinen sind wie Uhrzeiger rund um die Säulen angeordnet. Die Vitrinen sind dabei nur halb transparent, so dass man sich bei einem Rundgang Stück für Stück auf eine Entdeckungsreise begibt. Doch bei dieser Entdeckungsreise fällt etwas auf:

O-Ton Besucher: Was mich wundert ist, dass es wenig zu tun gibt. Also es ist wieder viel zu schaun, aber es fehlt jetzt als Museumskonzept, auch so, interaktiv, was tun. Wenn ich jetzt kucke: Karstadt – was wird gemacht? Die Leute gehn hin, die holen sich die Pröbchen und schmiern sich die ins Gesicht, probieren Düfte aus …
O-Ton Andrea Fink, freie Kuratorin: Wenn ich jetzt ganz lästerlich antworte, dann sage ich: Ja, das ist bei Karstadt so, aber nicht in unserm Museum. – Also, es ist schon so, dass wir eigentlich dieses Museum als Idee wieder eines nicht-interaktiven, überfluteten Ortes haben, weil ich wirklich denke, das haben wir allenthalben. Wir werden ja mit Informationen, ich sag mal: schnellen, flackernden Lichtern, wechselnden Bildern, sehr stark grade in unserer – wir ham eine Medien- und Informationslandschaft. – Deshalb ham wir eigentlich sehr bewusst drauf verzichtet, denn technisch möglich, machbar, ist das alles, das ist gar keine Frage. Deshalb ham wir aber ganz bewusst gesagt: Wir machen’s jetzt mal wieder anders. Wir reduzieren all diese Möglichkeiten, dieses, ich sag’s mal jetzt: hier nochmal probieren, da nochmal was machen und dieses sehr aktive in eine vielleicht eher ruhige, besinnlichere, zurückhaltende Art, sich den Dingen anzunähern. Das ist auch Teil unseres Konzeptes, wir ham das sehr bewusst gemacht; weil wir eben denken, dass zum Beispiel das Museum heute – und vielleicht auch in Zukunft – grade auf Grund dieser aktuellen Informationswelt, in der wir leben, vielleicht doch für das Publikum wieder so ein Ort auch der Rückbesinnung sein kann. Deshalb auch Posie plötzlich wieder. Etwas, was ja sowieso, ich sag mal ganz ruhig und langsam auch nur funktioniert. Also es ist eher eine Entwicklung, die, sagen wir mal, gegen vielleicht den allgemeinen Trend ist. Und das ham wir sehr bewusst gemacht, weil ich so ein bisschen die Erfahrung auch habe, oder: gemacht habe – oder auch in Zusammenarbeit und im Austausch mit ganz vielen verschiedenen Museumsleuten, dass bei den Besuchern und bei vielen Interessierten fast wieder so ein Bedürfnis ist, das Museum wieder als einen Ort auch der Ruhe und dieser Flucht vor dem Alltag – oder das etwas Andere als den Alltag – wahrzunehmen.
Wir hatten in den achtziger Jahren die Bewegung in der Museumsdidaktik, -architektur, das Museum möglichst so zu öffnen, dass die Schwellenangst nicht mehr existiert, und im Grunde genommen so etwas wie Alltag ist. Wir haben momentan aber ganz stark ne rückläufige Situation, auch durch Besucherumfragen und was wir so erleben, was angenommen wird in Museen – und das sind eigentlich wiederum die Häuser, die sich ganz klar abgrenzen von dem, was ich normalerweise habe. Und das ist eigentlich die Idee, warum das hier auch so ist und dieser Punkt des vielen Ausprobierens, des Interaktiven eigentlich, dass dieser hier nicht so zu finden ist. Ich kann Ihnen aber sagen, wenn wir zum Beispiel die Konzepte für die Schulklassen dann in die Tat umsetzen werden, dann wird es so etwas geben. Weil, ich denke, um Jugendliche, jüngere Menschen heranzuführen, ist es ganz wichtig, mal ein Töpfchen mit Olivenöl hinzustellen, zu sagen: So! So ham die’s gemacht. Die ham sich das also aufgeschmiert, und dann kann man das, vielleicht nicht mit dem Original, aber so ’n kleines Holzstäbchen tut’s auch, – und so ist es wieder abgemacht worden. Oder: Wie schminkt man denn ein Auge, wie macht man das mit diesem Kajalstift etcetera. Das ist natürlich dann in dem Bereich schon etwas, was wir machen werden, um da einfach das ganz junge oder jüngere Publikum da altersspezifisch einfach anzusprechen.

Museumskonzeption und Raumkonzeption gehen – wie wir finden – gelungen Hand in Hand.

Einen Eindruck gibt es beim virtuellen Rundgang im Internet, der aber in seiner derzeitigen Form sowohl von der inhaltlichen Seite als auch von der Raumwirkung nicht den echten, unmittelbaren Museumsbesuch ersetzen kann.

Musik: Magnetic Fields / 69 Lovesongs – Underwear

Birgit Klesper, zuständig für Unternehmenskommunikation bei der Wella AG, erläuterte am 1. Juli zur Wiedereröffnung des Museums die Historie.

O-Ton Birgit Klesper: Wer – und wie? – die Sammlung, und zu welchem Zeitpunkt, und aus welchen Beweggründen sie genau enstanden ist, lässt sich heute mit Sicherheit nicht mehr sagen. Aber: man muss schon sagen, dass das Interesse der Gründerfamilie an der Geschichte der Körper- und Schönheitspflege und natürlich an fremden Kulturen sicherlich den Anstoß zu dieser Sammlung gegeben hat.
Karl und Georg Ströher, die Söhne des Firmengründers Franz Ströher, die Sie dort hinten auch sehen können, begannen schon in den frühen Nachkriegsjahren mit der Sammlung erster Objekte und legten damit dann auch dementsprechend den Grundstein für das heutige Museum. Aber erst mit dem Umzug aus Sachsen, Thüringen, nach Darmstadt, 1950, ist dann auch wirklich die Ideee eines Museums entstanden, um die Objekte, die inzwischen gesammelt worden waren, auch einer Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Das Ganze ist dann realisiert worden 1952 – ausschlaggebend dafür sicherlich auch ein wunderschönes Exponat, nämlich das Toilettenkästchen der Kaiserin Joséphine de Beauharnais, also der Frau von, der ersten Frau von Napoleon. Mit diesem Schmuckstückchen und den anderen Dingen haben wir dann 1952 das erste Wella-Museum im Verwaltungsbau, wenn Sie reingekommen sind, sind Sie links runter zum Museum gegangen, rechts ist der Verwaltungsbau, und da war dann damals das Museum beheimatet, eröffnet.
Wir ham damals noch die komplette Sammlung gezeigt. Heute sehen Sie hier eine Auswahl. Damals waren wir in der Lage, alle Objekte zu zeigen.
Die Sammelleidenschaft des Unternehmens in den darauffolgenden Jahren war allerdings so groß, dass das Unternehmen dann Mitte der siebziger Jahre das Wella-Museum wieder schließen musste – aus Platzmangel. Und es hat dann auch eine ganze Zeit lang sozusagen ein Schattendasein geführt als Ausstellung bei Wella, aber es war nicht ganz verschwunden, weil wir nämlich Wanderausstellungen, drei Ausstellungen, haben mit unseren Objekten realisieren können. Und insofern hatte dann doch noch ein Teil der Ausstellung das Tageslicht immer wieder entdeckt.
Nichtsdestotrotz ist es über zehn Jahre geschlossen gewesen, und erst 1980, rechtzeitig auch zum hundertjährigen Jubiläum der Wella AG, haben wir wieder ein Museum realisiert, diesmal in anderen Räumlichkeiten, die mehr auf dem Gelände in Richtung Norden gelegen haben, und haben 1980 dann wieder die Sammlung als Museum zur Geschichte der Schönheitspflege eröffnet.
Es war nicht öffentlich zugänglich mit Öffnungszeitzen für jedermann, sondern die Besucher mussten sich vorher anmelden und dann wurden Führungen angeboten und wir haben in den siebziger, achtziger Jahren ungefähr fünfzigtausend Gäste insgesamt in unserem Museum begrüßen dürfen.
Und wie das dann so ist: Wella hat sich sehr erfolgreich entwickelt. Wir bekamen immer mehr Mitarbeiter, wir hatten wieder ein bisschen Raumnot, die Sammlung war wieder größer geworden, man bekam sie wieder nicht in den bestehenden Räumen so unter, dass sie auch wirklich repräsentativ gezeigt werden konnte, also: zum zweiten Mal – Frau Schwab hat das alles miterlebt – die Schließung des Wella-Museums.
Das war im Jahr 1990, das heißt also, wir ham dreizehn Jahre warten müssen, bevor wir diese Ausstellung wieder zeigen konnten.

Ausschnitt aus dem Titelbild

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Hinter den Spiegeln

 

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Impressum

 

Das Wort »Museum« kommt aus dem Griechischen (mouseion) und bedeutet »Musensitz«. Bei den Römern war das Museum der Ort für gelehrige Betätigung, eine Akademie, aber auch eine Bibliothek.

Das Museum als öffentliche Institution wurde im achtzehnten Jahrhundert geschaffen. Es ging hervor aus den Sammlungen fürstlicher Kunstliebhaber – weltlicher wie geistlicher. Vereinzelt waren solche Sammlungen schon im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert dem Publikum zugänglich gemacht worden.

Seither ist »Museum« die Bezeichnung sowohl für die Institution als auch für die Gebäude, in denen Sammlungen künstlerischer, wissenschaftlicher und anderer Gegenstände untergebracht sind. Museen dienen der Sammlung, Bewahrung, Erforschung und Wiederherstellung von Kulturgut, vor allem aber dessen sinnvoller Präsentation und Erläuterung.

Im Zuge der Französischen Revolution erfuhr das Museum einen grundsätzlichen Wandel. Krone, Adel und Kirche wurden enteignet. Die Schätze wurden als Zeugen des nationalen und menschheitsgeschichtlichen Fortschritts betrachtet und ab 1793 im Louvre in Paris in einem öffentlichen Museum gezeigt – und damit auch der Allgemeinheit zugänglich gemacht.
Eine Demokratisierung nicht nur der Kunst an sich, sondern eben auch des Verständnisses und der Bildung, die sich durch Kunstbetrachtung erschließt.

Museen waren seither explizit Orte der Erbauung und Belehrung.
Allerdings bedeutete die Musealisierung einen Funktionswandel der Kunst: Waren die Werke vorher Teil eines religiösen Kultes oder fürstlicher Repräsentation gewesen, so wurden sie jetzt aus ihrem Zusammenhang gerissen und ausschließlich unter ästhetischen oder historischen Aspekten betrachtet. Das bedeutete immer auch einen Sinnverlust der ausgestellten Gegenstände.
So führt das Museum heute immer wieder sozusagen sich selbst ad absurdum. Im Bereich der Bildenden Kunst ist diese Diskussion geläufig. Sie gilt aber natürlich genauso für andere museale Bereiche. Und wer versucht, die alten Gegenstände und Werte in sein Alltagsleben zu integrieren, der oder die läuft Gefahr, selbst zum Bestandteil eines Museums zu werden.

Auch das Wella-Museum steht ganz in dieser alten Museums-Tradition, auch wenn es vielleicht nicht so gleich auffällt. Mit ihrer Sammelleidenschaft haben die Brüder Karl und Georg Ströher den Grundstock für das Museum gelegt – die Söhne des Firmengründers Franz Ströher. Dabei stand sicherlich nicht der Gedanke an ein Museum im Vordergrund, schon gar nicht ein Museum, das nach modernen museumspädagogischen Aspekten aufgebaut und gegliedert ist. Vielmehr dürfen wir ausgehen von Kunstsinn und Freude an schönen Dingen. – Und vermutlich auch das dazu benötigte Kleingeld.

Und so waren die ersten beiden Anläufe des Wella-Museums – von 1952 bis 1970 und von 1980 bis 1990 – vielleicht eher Präsentationen der Sammlung als ein Museum im eigentlichen Sinn. Doch das Museum als Institution der Erbauung und Belehrung hat sich gewandelt: In den letzten zwanzig Jahren hat sich das Museum zunehmend auch den Bereich der Alltagskultur erschlossen. Damit erhebt sich auch eine Sammlung wie die der Brüder Ströher in den Rang des Museums, denn größtenteils handelt es sich um ganz alltägliche Dinge, teilweise sogar Dinge, die lange Zeit eher schamhaft versteckt wurden.
Trotzdem zeigt sich genau hier auch einer der Schwachpunkte des Museums. Es sind eben nur – oder fast nur – die schönen Dinge zu sehen, die Toilettenartikel der höheren Schichten. Wie sich die Bauern und Handwerker gepflegt haben, erfahren wir nicht.
Oder zum Beispiel Stichwort »Rasur«. Wir sehen alles Zubehör der Barbiere und Friseure, das die zum Bartschneiden brauchten. Dann kamen die sogenannten »Sicherheits-Rasierhobel« auf, also eingespannte Rasiermesser, wie die heutigen Rasierer, oder Vorläufer der heutigen Rasierer, mit denen man sich nicht mehr so leicht schneiden konnte, wie mit nem freien Rasiermesser – das kam zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts auf – und später dann der elektrische Rasierer. Die Tätigkeiten des Bartschneidens und auch der Bartpflege verschwinden aus dem Bereich des Handwerks, mit dem die Wella sich als mit ihrem Kundenstamm beschäftigt – Friseure – und zwar in den Bereich des Privaten.

Zu verübeln ist der Wella diese Schwachstelle nicht. Aus der Geschichte des Museums ist sie ja auch ganz verständlich.
Aber es bleibt eben erst mal eine Schwachstelle. Entweder muss ich als Museumsbesucherin geschichtlich so firm sein, dass ich weiß, was alles fehlt – und warum – so dass ich die Exponate sauber in ihren geschichtlichen und kulturellen Zusammenhang einordnen kann. Oder die Wella sollte das Museum weiterentwickeln und hier nachbessern. Vielleicht lassen sich die Sammlungen in dieser Richtung aufstocken; vielleicht lassen sich die »missing links«, die fehlenden Glieder, mit anderen museumspädagogischen Maßnahmen darstellen. Wichtig ist es allemal, sonst bleibt letztlich unverständlich, wie die Kosmetik im zwanzigsten Jahrhundert vom elitären Luxus zum Allgemeingut werden konnte.

Musik: Magnetic Fields / 69 Lovesongs – Love In The Shadows

Beim Betrachten all der kostbaren Exponate im Museum stellte sich mir die Frage: Wie machten das die »kleinen Leute«? Wie haben sich die Ärmeren herausgeputzt? Was waren deren Hausmittelchen?
Mir fiel ein Gespräch ein, was ich neulich mit einer älteren Bäckereibesitzerin hatte. Sie erzählte mir von der Zeit, als sie noch jung war. Sie erzählte mir von der Zeit, in der sie nach dem langen Arbeitstag noch kilometerweite Wanderungen auf sich nahm, um tanzen zu gehen. Wohlgemerkt musste dann am nächsten Tag wieder lange gearbeitet werden.
Beim Tanzen galt es aber, schick auszusehen. Zu ihrer Zeit hieß das, dass die Haare in Form gebracht werden mussten und fixiert werden mussten. Das bezahlbare Hausmittelchen war: Zuckerwasser. Eine klebrige Angelegenheit, wie die Bäckereibesitzerin mir schilderte. Daneben hatte dieses Mittelchen noch einen Nachteil: Manchmal kamen dann Wespen geflogen und umschwirrten die nun süßliche Haartracht.
Das war aber nicht die einzige Strapaze, denn, um die schönen Schuhe zu schonen und nicht dem Matsch auszuliefern, wurde der kilometerweite Weg barfuß zurückgelegt. Kurz vor der Tanzlokalität wurde dann ein Rinnsal gesucht, um sich die Füße zu waschen und die feine Strumpfhose und die Schuhe anzuziehen.

O-Ton Zähneputzen

»Wahre Schönheit kommt von innen«. Zumindest wird das immer wieder behauptet. Fragt mensch aber mal genauer nach, wird die Chose augenblicklich ziemlich verwirrend.
Sport machen soll also gesund sein. Und förderlich für eine ästhetische Figur. Aber spätestens wenn wir in die Kategorien des Leistungssports kommen, wird Sport ziemlich ungesund. Oft schon erheblich früher.

Über die richtige Art, den Körper zu waschen und zu cremen, streiten sich die Gelehrten. Viele machen’s, wie sie wollen. Die Übrigen arbeiten sich an den wechselnden Verlautbarungen »der Wissenschaft« ab.
Ebenso bei Fuß- und Haarpflege oder bei der sogenannten »dekorativen Kosmetik« – also Schminke.

Nach den Verlautbarungen »der Wissenschaft« kommt der »richtigen« Ernährung eine besonders wichtige Rolle zu. Nur: Was ist richtig? Die Verlautbarungen wechseln. Was jahrelang als unumstößliche Wahrheit gegolten hat, stellt sich heraus als Propaganda, die auf gefälschten Erhebungen beruht …
In Verbindung mit Diäten verkommt »gesunde Ernährung« zur Kasteiung.

Von operativen Eingriffen – sogenannte »plastische« oder »Schönheitschirurgie« – will ich gar nicht anfangen.

Ich habe mir ein anderes Beispiel gesucht. Zahnpflege. Hier ist der medizinische Nutzen nahezu unbestritten. Der Aspekt der »Schönheit« spielt zwar eine Rolle, denken wir nur an das »strahlende Lächeln«, das genau genommen nur mit Zähnen möglich ist, deren Farbe in der Natur nicht oder fast nicht vorkommt … – aber es ist aufs Ganze betrachtet dann doch eher eine untergeordnete Rolle. Das können wir leicht feststellen, indem wir den »Selbsttest« machen: Wie wichtig sind denn die Zähne bei der Wahl unserer möglichen Beziehungspartner oder -partnerinnen?
Fast unwichtig. Es muss jemand doch sehr ungepflegte und kaputte Zähne haben, bevor wir uns davon ernsthaft abstoßen lassen.
Und sonst sind die Zähne doch eher Privatvergnügen. Oder eben auch Privatleiden.

Im Altertum waren schon die verschiedensten Verfahren der Zahnpflege bekannt, die im nachchristlichen Europa aber wieder in Vergessenheit gerieten.

Die mechanische Zahnreinigung war dort lange Zeit weitgehend unbekannt. Im Mittelalter wurde bei Zahnschmerzen die heilige Apollonia um Hilfe angerufen. Konnte sie nicht helfen, so konnte meist nur noch der Zähnereißer helfen. Diese Berufsgruppe nahm ihre chirurgischen Eingriffe auf Jahrmärkten vor, meist begleitet von Musik, Witzen und Zaubertricks.

Auch wenn aus China schon im sechzehnten Jahrhundert Vorläufer der Zahnbürsten nach Europa kamen, sie setzten sich nicht durch. Und am allerwenigsten in Deutschland. Erst um 1800 wurden hier Vorläufer der Zahnbürste entwickelt: Schweine- oder Pferdeborsten wurden gekocht, gebleicht, geschnitten und mit Pech oder Leim an einen Stiel geklebt.
Leisten konnten sich diese Borsten-Bürsten allerdings nur wenige. Ärmere Bevölkerungsschichten putzten, wenn überhaupt, mit den Fingern ihre Zähne.

Jedoch erst 1890 gelang der Nachweis, dass Stoffwechselprodukte verantwortlich sind für die Entstehung und das Fortschreiten von Karies und Parodontose.
Nun wurde der Zusammenhang zwischen optimaler Mundhygiene und gesunden Zähnen und gesundem Zahnfleisch auch wissenschaftlich verstanden.
Die Grundlage für alle technischen, medizinischen und industriellen Entwicklungen in diesem Bereich bis zum heutigen Tage.

Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts wurde es möglich, Kunststoffborsten und Zahnpasta herzustellen. Durch die maschinelle Fertigung wurden Zahnbürsten und Zahnpasta für eine größere Zahl von Menschen erschwinglich. Dadurch konnte Karies bis heute immer weiter zurückgedrängt werden.

Musik: Magnetic Fields / 69 Lovesongs – Kiss Me Like You Mean It

Was ist Schönheit?

Unbestritten, dass der Begriff zu allen Zeiten und in allen Kulturen immer wieder anders gefüllt wurde. Als erstrebenswert galt Schönheit dabei immer. Meistens auch als ein vergänglicher Schatz, der zu pflegen und zu hüten ist.
Einen Streifzug durch den Schönheitsbegriff aller Zeiten und aller Kulturen zu machen, würde eine eigene Sendung in Anspruch nehmen. Oder gar eine ganze Sendereihe. So beschränken wir uns eben doch im Wesentlichen auf die abendländische Kultur der letzten dreihundert oder vierhundert Jahre.

Die Inszenierung menschlicher Schönheit erreichte im Barock ihren Höhepunkt. Hier geht es wirklich um Inszenierung und eine ganz und gar künstliche Schönheit. Denken wir an die Perücken, die Unmengen an Puder, der nicht nur die ungewaschene Haut zudeckte und verkleisterte, sondern durch seine Zusammensetzung giftig und also ausgesprochen ungesund war.
Gleichzeitig entstand aber auch die Philosophie der Aufklärung. Hier wurde ein »natürliches« Schönheitsideal propagiert. Der Mensch ansich sei schön, so wie die Natur ihn (oder sie) geschaffen habe.
Völlig außer Acht gelassen wurde dabei, dass »die Natur« auch ausgesprochen Hässliches hervorbringt – wie »die Kultur« übrigens auch.

Aber der Widerspruch ist uns seither als kulturelles Erbe in die Wiege gelegt, ob wir denn nun schön sind, so wie wir geworden und gewachsen sind – oder wie uns eine Gottheit gemacht hat – oder ob es nicht doch eher angemessen ist, der Schönheit mit künstlichen Mitteln etwas nachzuhelfen.
Ein anderes kulturelles Erbe ist der Widerspruch zwischen dem Gefallen am eigenen Körper und der allgemeinen Körperverachtung, der propagierten Bescheidenheit und damit oftmals dem Selbsthass.

Der Mythologie nach war Narziss ein schöner Jüngling, der sich beim Trinken aus einer Quelle in sein eigenes Spiegelbild verliebte. Da das Gegenüber aber nur Schein war, Fiktion, musste die Liebe tragisch scheitern. Je nach Überlieferung ertrank Narziss, als er sich zu tief beugte, oder er zermarterte sich in Liebesqualen. An seiner Stelle wuchs die Pflanze, die wir heute noch als Narzisse kennen.
Und sein Name musste herhalten für die Benennung einer sogenannten psychischen Störung, des Narzissmus. Ich sage bewusst: »sogenannt«. Wie vielleicht alle psychischen Störungen in unserer Gesellschaft, hat die Störung vielleicht sehr viel mehr mit der Gesellschaft zu tun als mit der oder dem einzelnen. Als narzisstisch gelten Menschen, die in Eigenliebe verharren, nur sich wahrnehmen und nicht die anderen – und als entsprechend beziehungsunfähig gelten.
Ob es »den Narzissmus« – so oder anders – überhaupt gibt, sei dahingestellt. Festhalten will ich, dass viele Kinder Gefallen an ihrer äußeren Erscheinung finden. Ich schließe daraus, dass wahrscheinlich auch viele Erwachsene Gefallen an ihrer äußeren Erscheinung zumindest finden könnten. Auch wenn der Körper eines Erwachsenen anders ist als der eines Kindes. Ein Erwachsenenkörper ist ja nicht etwas, das in unserer Kultur grundsätzlich als »hässlich« gilt. Also liegt der Bruchpunkt wohl doch eher irgendwo im Prozess des Erwachsen-Werdens verborgen – bei uns meistens abgeschoben in die finstere Ecke der Pubertät, dabei ist Erwachsen-Werden viel mehr.

Wir sollen unseren Körper annehmen, wir sollen ihn wie selbstverständlich nutzen und benutzen und wir sollen ihn pflegen. Aber zu sehr sollen wir unseren Körper nicht mögen. Das ist arrogant und eitel. Und undankbar und unfromm. Denn unser Körper ist, wenn wir in der Ideologie der Natürlichkeit bleiben, eine Gabe, etwas das uns geschenkt wurde, nicht etwas, das wir durch eigene Verdienste erworben haben.
Und wenn wir den Körper doch durch eigene Verdienste erworben haben? Durch aufwändige Pflege. Durch mühseligen Sport. Durch die tägliche Inszenierung mit Hilfe von Kleidung und Kosmetik …
… dann schickt es sich nicht, darüber ein Aufhebens zu machen, denn irgendwo / irgendwie erhebt mensch sich damit selbst in den Rang des Schöpfers oder der Schöpferin. Sich auf die eigenen Verdienste im Bereich der Inszenierung von Schönheit etwas einzubilden, ist mithin gotteslästerlich – und das wird irgendwie auch in unseren säkularen Zeiten immer noch so empfunden und weitervermittelt.

Der Begriff der »natürlichen Schönheit« ist geprägt im Zeitalter der Aufklärung. Er steht aber nicht nur für sich, sondern das Gegensatzpaar von »Natur« und »Kultur« wurde gleichzeitig auch mit der Zuschreibung von »männlich« und »weiblich« verbunden. Aus dieser Verquickung haben wir uns bis heute nicht gelöst, sie ist eher immer fester geworden.
Also: »Natur« steht dann als Synonym für »weiblich« – oder umgekehrt – und »Kultur« ist der »männliche« Part der Beherrschung.

Nochmals aufgewertet wurde der Begriff der »natürlichen Schönheit« um die letzte Jahrhundertwende von der damaligen Jugend- und zurück-zur-Natur-Bewegung.
In Verbindung mit technologischem Fortschritt und Wirtschaftswachstum wurden die Produkte der Kosmetik-Industrie und der Konfektion für alle erschwinglich – oder doch zumindest für fast alle. Das bedeutet eine gewisse Demokratisierung. Nicht demokratisiert hingegen wurde unser Schönheitsbegriff. Der ist verwickelt wie je. Und irgendwie gilt immer noch, dass schön ist, wer es sich leisten kann …

Damit ist nun immer noch nicht geklärt, ob Schönheit eigentlich von innen kommt, ob gesunde Körper automatisch auch schön sind – oder ob es doch eher die künstliche Inszenierung ist, die die Schönheit herstellt – soundso oft genau auf Kosten der Gesundheit.

Aber was ist eigentlich »Schönheit«?

 

… Und hat diese Schönheit auch andere Seiten? Die sind nämlich offensichtlicher. Und danach habe ich gefragt bei der Museumspräsentation.

Fage von Niko beim Rundgang: Wo werden denn Schattenseiten von »Schönheit« gezeigt? Man nimmt ja auch Qualen teilweise auf sich …
Antwort Andrea Fink: Ja, am Anfang sicherlich gleich: diese Flohfalle. Das ist natürlich etwas, was gar nicht so sehr, also nicht mit »Schönheit« und mit »Reinlichkeit«, sondern eher mit dem Gegenteil zu tun hat.
Zwischenfrage: Das wollt ich noch nachfragen: Wie funktioniert die?
Weiter O-Ton Andrea Fink: Die funktioniert im Grunde genommen sehr einfach. Man sieht es schon etwas an ihrem Äußeren, es ist ja so eine Honigwabe, eine Bienenwabe, und es wird eben auch Honig hineingetan. Also ’n bisschen Blut, um die Flöhe anzuziehen, dann aber auch gleichzeitig ein bisschen Honig, damit, wenn sie dann angelockt worden sind, sie kleben bleiben. Und das wird dann natürlich auch in die großen hochgetürmten Frisuren gehangen, aber auch einfach unter diese mächtigen doppelten und dreifachen, vierfachen Röcke.
Grade diese Zeit, eigentlich so das Rokoko, kann man vielleicht sagen, ist schwierig. Auch, man hat sich ja extrem weiß geschminkt. Da war ja Bleiweiß drin. Die ham sich ja die ganzen Poren verstopft, die Leute, denen ist ja übel geworden, die Haut konnte nicht atmen, das können wir uns alles vorstellen, wie das aussah. Statt Narben zu verdecken, gab es Narben, weil die Haut da drunter sich nicht so vorteilhaft entwickelt hat. Das ist, wie gesagt, sicherlich ein Themenbereich, wo’s nicht ganz so um die wirkliche Schönheit ging, so wie wir’s heute auch verstehn …
Zwischenfrage: Oder im Bereich der Schnäpper? Weiter O-Ton Andrea Fink Ja, das wollt ich sagen: Das, was die Friseure früher gemacht haben, diese Bader- und Barbiertätigkeiten, das Aderlassen, Zähne Ziehen, Brüche Schienen, Stein Schneiden …Zwischenbemerkung: Mit einem Stock Zähne ausstoßen … Weiter O-Ton Andrea Fink … Wir ham da diese Zahninstrumente, also, wenn man die schon ankuckt, dann ist man immer froh, dass die Entwicklung doch dann in großen Schritten weiter nach vorne gegangen ist.
O-Ton Frau Schwab: Was wir dann noch mit einfließen lassen können, wär zum Beispiel die Entwicklung der Dauerwelle, die zu den Anfangszeiten ja, Anfang des Jahrhunderts – 1906 hat Karl Nessler seine ersten Dauerwellen gemacht – die waren da auch noch sehr gefährlich, mit immenser Heizung; das Ondulieren vorher, das Erhitzen der Brennschere … Zwischenbemerkung Besucher: In der ersten Stufe das Trocknen, Gas-Messinggeräte, wo man schon Angst hat, dass das explodiert … Weiter O-Ton Andrea Fink: … diese Onduliereisen heiß gemacht, ins Haar gedreht, na ja, wie oft ist es auf die Kopfhaut gekommen? Frau Schwab: Das Abbrechen der Haare, das Verglühen der Kopfhaut …
Weiter O-Ton Andrea Fink: Ich glaube, es war dann auch so, dass Karl Nessler, der das erfunden hat, die Frau dann auch geheiratet hat, an der er das alles ausprobiert hat … Frau Schwab: Ein Modell war seine Verlobte, an der er das anfangs probiert hat, und die hat er dann auch geheiratet … Weiter O-Ton Andrea Fink Die Gründe sind … – er hat ihr sicher auch emotional sehr nahe gestanden; man möchte jetzt nicht meinen, sie war für niemand anderes mehr sozusagen … Frau Schwab: Es muss schon eine Tortur gewesen sein, weil er hat ja noch mit ganz schweren Wicklern gearbeitet; da hat jeder Wickler fünfhundert Gramm gewogen, und die wurden aufrecht auf den Kopf gesetzt, und deshalb konnte man auch immer nur zwei Locken mit fertigen. Das war auch ne riesen-lange Prozedur. – Und ne sehr heikle.
Es schließt sich noch ein Gespräch an über alte Filme mit Friseuren und der Darstellung der Tätigkeit von Friseuren;
Weiter O-Ton Andrea Fink: Ja, also das sind die nicht ganz so attraktiven Bereiche. Aber die, wie gesagt, auch hier zu sehen sind.

Jingle Alltag und Geschichte

Die Abmoderation haben wir frei gehalten.
Unser Dank geht an Frau Schwab und Frau Klesper von der Wella AG, sowie an Jürgen LIT Fischer, Peter Brdenk und Andrea Fink vom Museumsteam.

Das Wella-Museum ist zu finden
im Verwaltungsneubau der Wella AG, Berliner Allee 65;
es hat geöffnet: montags bis freitags, immer von 10 Uhr bis 17 Uhr,
der Eintritt ist frei.

Für 29 Euro 90 ist auch ein sehr schöner Katalog erhältlich.
Und im Internet ist das Museum zu finden unter www.wellamuseum.de

Fragen, Anregungen und Kritik können Sie auf unseren Anrufbeantworter sprechen: (06151) 87 00-129.
Oder schreiben Sie uns eine e-Mail an looking-glass@alltagundgeschichte.de

Musik: Siouxsie And The Banshees – Hall Of Mirrors

 

Aktualisiert am 27. Oktober 2003.
 

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Ausschnitt aus dem Titelbild