Erich Mühsam – vergessen und doch gegenwärtig

Eine Veranstaltung mit dem Historiker Fritz Güde aus Achern
am Mittwoch, 19. Januar 2005, von 19 bis 21 Uhr
im Sendehaus von Radio Darmstadt, am Steubenplatz 12 in Darmstadt.

Der Anarchist und Aktivist der Münchener Räterepublik Erich Mühsam wurde 1878 geboren und 1934 von den Nazis ermordet.

Der Referent Fritz Güde wird die Stationen seines Lebensweges darstellen:
Vom innerbürgerlichen Protest hin zur Einheitsfront in der »Roten Hilfe« und zum unbeugsamen Widerstand gegen den bürgerlichen Staat des Kaiserreichs, der Weimarer Republik und des NS-Faschismus.
Zunächst protestierender Bohemien, wendet sich Mühsam bald der Randgruppenarbeit mit »Lumpenproletariern« und schließlich dem kämpfenden Proletariat zu. Er verharrt in der Ablehnung des wissenschaftlichen Marxismus, als großer Unterstützer der »Roten Hilfe« versucht er jedoch, die Grenzen der linken Organisationen zu überwinden. Als Schriftsteller erliegt Mühsam in den ernsten Teilen seines Werks eher einem leerem »Schillerpathos«, als Satiriker bleibt er jedoch unübertroffen. Die Feinde, denen er nach langjähriger Haft zunächst entkommt, bringen ihn 1934 grausam zur Strecke.

»Ein jeder Mensch nimmt ein Geheimnis mit in sein Grab, wie es ihm, gerade ihm möglich war, sein Leben bis zum Ende zu bestehen« ( Hoffmannsthal ).

Der Referent unternimmt den Versuch, diesem Lebensgeheimnis Erich Mühsams nahezukommen.

 

Ausschnitt aus dem Titelbild

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Sendeschema

Redaktionsstatut

 

Impressum

Eine Veranstaltung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten und der Darmstädter Geschichtswerkstatt. Die Live-Übertragung erfolgt in Kooperation der Redaktionen Gegen das Vergessen und Alltag und Geschichte.

 

Auf der Homepage von Radio Darmstadt finden sich einige Bilder von der Veranstaltung.

 

 

Aktualisiert am 2. Dezember 2005

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Ausschnitt aus dem Titelbild